Steinway & Sons A-188 (Hamburg, 1974)
Dieser Flügel überzeugt durch seinen warmen, tragenden und zugleich klaren Klangcharakter mit bemerkenswerter Klangtiefe und farbenreicher Resonanz. Besonders im mittleren Register entfaltet das Instrument eine singende Qualität und eine außergewöhnliche räumliche Klangwirkung.
Der Steinway A-188 verbindet die Eleganz eines Kammermusikflügels mit der klanglichen Präsenz eines Konzertinstruments.
Das Instrument wurde 1974 erbaut und 2026 technisch sorgfältig überarbeitet.
Clavicymbal von Friderich Ring (Strassburg, 1700)
Nachbau von Martin Scholz (Basel, 1979)
Das einzige erhaltene Clavicymbal von Friderich Ring, erbaut 1700 in Strasbourg, wurde 1976 von Martin Scholz, Meister der Werkstatt für historische Tasteninstrumente in Basel eingehend analysiert und sorgfältig restauriert. 1978/79 fertigte Martin Scholz eine klanglich originalgetreue Kopie an.
Eine detaillierte Beschreibung des Instrumentes ist als Buch erschienen: “Friederich Ring: der vergessene Instrumentenbauer” von Jörg-Dieter Hummel. Verlag J.P. Hammer, Augsburg 1976
Disposition:
F-f”’ ohne Fis im Bass, 60 Tasten
Manual I: 8′ und 4′
Manual II: 8′ und Lautenzug
Schiebekoppel. Die Seiten werden mit Kielen von Kolkrabenfedern angezapft.
Transponiereinrichtung 415/440 Hz
Orgue Mustel Modèle No 3
6 ½ jeux – 8 jeux ½ d’anches
1894 Juin 12
Caisse forme pupitre en bois noir ciré
Diese Orgue Mustel Modèle No 3 wurde am 12. Juni 1894 in Paris fertiggestellt und gehört zu den bedeutendsten französischen Kunstharmonien des späten 19. Jahrhunderts.
Das Instrument verfügt über 6 ½ Jeux /8 ½ jeux d’anches und zeichnet sich durch eine grosse Klangfarbenvielfalt, fein nuancierte Dynamik und einen charakteristisch warmen, poetischen Klang aus.
Das Gehäuse in eleganter Pultform aus schwarz gewachstem Holz („caisse forme pupitre en bois noir ciré“) verbindet französische Raffinesse mit eleganter Präsenz und macht das Instrument zu einem musikalischen und visuellen Anziehungspunkt.
Orgue à Célesta Mustel Modèle No 11
6 ½ jeux – 8 jeux ½ d’anches
1907 mars 2
Caisse à 2 corps en palissandre ciré
Diese seltene Orgue à Célesta Mustel Modèle No 11 wurde am 2. März 1907 in Paris fertiggestellt und ist ein faszinierendes Instrument des französischen Fin de Siècle.
Das Instrument verfügt über: 6 ½ Jeux/ 8 ½ jux d’anches sowie über die charakteristische Célesta, die dem Klang eine schimmernde, ätherische Dimension verleiht.
Die edle zweiteilige Gehäusekonstruktion aus gewachstem Palisanderholz („caisse à 2 corps en palissandre ciré“) verbindet höchste handwerkliche Eleganz mit einer imposanten architektonischen Präsenz.
Die Verbindung von Harmonium und Célesta erlaubt eine grosse klangliche Vielfalt – von intimen, schwebenden Pianissimi bis zu orchestral leuchtenden Klangfarben.
Emmentaler Hausorgel von Caspar Bärtschi (Sumiswald, 1821)
No.22, signiert, 6 Register
Diese historische Emmentaler Hausorgel wurde 1821 von Caspar Bärtschi in Sumiswald erbaut. Das signierte Instrument trägt die Nummer 22 und verfügt über sechs Register.
Die reich bemalte Fassung des Gehäuses und die charakteristische Gestaltung der Pfeifenfelder machen die Orgel nicht nur zu einem Musikinstrument, sondern auch zu einem eindrucksvollen Zeugnis der regionalen Handwerks- und Musikkultur des Emmentals.
Hausorgeln spielten im musikalischen Leben des 18. und 19. Jahrhunderts eine besondere Rolle. In privaten Häusern dienten sie der Hausmusik, der Andacht und dem gemeinsamen Musizieren und entwickelten in der Schweiz eine eigenständige Tradition.
Mit ihren sechs Registern bietet die Bärtschi-Orgel trotz ihrer kompakten Dimensionen unterschiedliche Klangfarben und einen intimen, unmittelbaren Klangcharakter.
Truhenorgel – Jens Steinhoff (2015)
Diese kompakte Truhenorgel wurde 2015 von dem deutschen Orgelbauer Jens Steinhoff aus Schwörstadt gefertigt und verbindet historische Klangästhetik mit moderner handwerklicher Präzision.
Das Instrument verfügt über folgende Disposition:
- Gedackt 8’
- Gedackt 4’ (geteilt h°/c¹)
- Octav 2’
- Sesquialtera 2-fach (ab c¹)
- Quint 1 1/3’
- Regal 8’ (geteilt h°/c¹)
Tonumfang: C – d’’’
Transponierbar auf 415 / 440 / 465 Hz
spanische Manualteilung auf 415 Hz
Die Truhenorgel eignet sich sowohl für solistisches Musizieren wie für Continuo- Aufgaben. Durch ihre stilistische Vielseitigkeit und ihre flexible Stimmung ermöglicht sie ein authentisches Musizieren verschiedenster Repertoires.
Harmonicorde Debain (1865)
Dieses außergewöhnliche historische Harmonicorde wurde im Jahr 1865 von Alexandre Debain in Paris erbaut – einem der bedeutendsten französischen Instrumentenbauer des 19. Jahrhunderts. Er war Klavierbauer, Pionier des Harmoniums und Erfinder des Harmonicordes.
Laut originaler Plakette und Akten des französischen Denkmalschutzes, wurde das Instrument für den berühmten Organisten und Komponisten Louis James Alfred Lefébure-Wély, Organist der Eglise Saint-Sulpice in Paris gefertigt. Lefébure-Wély war eine zentrale Persönlichkeit der französischen Orgelkunst. Zahlreiche musikalische Widmungen und Huldigungen von César Franck, Camille Saint-Saëns, Charles Alkan, Franz Liszt und vielen anderen geben ein vielseitiges Bild des Tastenvirtuosen Lefebure-Wély.
Das Harmonicorde verbindet Elemente des Harmoniums, des Klaviers und der Harfe mit einer besonders expressiven orchestralen Klangästhetik. Sein auf verschiedenen Ebenen nuanciert gestaltbarer Klang (Winddynamik, Tastendynamik, Klavierhämmer für die Saiten, Percussionhämmer für die Harmoniumregister, Manualteilung, Dämpfer, Prolongements etc) ermöglicht eine außergewöhnliche Ausdrucksvielfalt und eröffnet einen Blick in die faszinierende Klangwelt des Second Empire.
Zuletzt wurde das Instrument 1937 von P. Jacquart in Nogent-sur-Marne restauriert.
Als seltenes Zeugnis französischer Instrumentenkunst des 19. Jahrhunderts bildet dieses Harmonicorde einen besonderen Bestandteil der Sammlung der Tastenhalle.