Das Ensemble ‘La Petite Ecurie’
Das Orchester ‘La Petite Ecurie’ führt Musik des 17. und 18. Jahrhun- derts auf historischen Instrumenten auf: zwei Oboen, Taille, Fagott und Schlagzeug. Der Name des Ensembles bezieht sich auf die “Grande Écurie”, eine musikalische Einrichtung am königlichen Hof von Ludwig XIV. in Versailles, wo die meisten seiner Bläser beschäftigt waren. Das Ensemble gastiert mit Konzerten an verschiedenen namhaften Festivals, so z.B. an den Internationalen Barocktagen in Melk, am Valletta Baroque Festival auf Malta, am Kammermusikfest Lockenhaus.
Kürzlich wurde die Gruppe vom REMA (European Early Music Network) als vielversprechendes neues Ensemble ausgewählt und eingeladen, vor einer breiten Auswahl von europäischen Veranstalt- ern für Alte Musik aufzutreten. Im Juni 2021 nahm La Petite Écurie ihr Debütalbum für das Plattenlabel ARCANA (Outhere Music) auf. Auf NDR Kultur erfolgte ein ausführliches Porträt des Ensembles durch Musikjournalist Marcus Stäbler
Neben der Aufführung von Musik, die ursprünglich für Oboenorches- ter geschrieben wurde, erweitert das Ensemble sein Repertoire mit zeitgenössischer und traditioneller Musik sowie mit Orchestermusik, die für La Petite Écurie arrangiert wurde.
Marc Fitze unterrichtet Orgel am Konservatorium Bern und ist Organist an der Heiliggeistkirche Bern, wo er ein vielfältiges musikalisches Programm und die Konzertreihe des BarockZentrums betreut.
Seine Konzerttätigkeit umfasst Auftritte in der Schweiz, Deutschland, Italien, Frankreich, England, Spanien, Ukraine, Mexico, Israel, Niederlande, USA und Japan. Er war in den vergangenen Jahren in renommierten Konzertreihen zu Gast wie Lucerne Festival, Minato Mirail Hall Yokohama, Eglise St. Clothilde de Paris, Victoria Hall Genève, Internationales Orgelfestival Rapallo, St. Bavo Haarlem, etc.
Er hat Radio- und CD-Aufnahmen in der Schweiz und in den USA gemacht. Er ist Mitglied der Real Ixcuintleria, der Association des Amis de l’Art de Marcel Dupré, und als Nachfolger von Marie-Claire Alain Vize-Präsident der internationalen Jehan Alain-Gesellschaft mit Sitz in Romainmôtier.
Er studierte an der Musikakademie Basel in der Orgelklasse von Guy Bovet und am New England Conservatory of Music in Boston/USA bei Prof. Yuko Hayashi. Seine Studien schloss er in Basel mit dem Lehrdiplom und dem Solistendiplom ab und wurde 2002 mit dem Hans-Balmer-Preis für das beste Orgeldiplom des Jahres ausgezeichnet. Weiterführende Studien machte er bei Marie-Claire Alain, Jean Boyer, William Porter, luigi Fernando tagliavini, Peter Planyavsky und Joris Verdin.
Er hat sich ausserdem auf das Kunstharmonium und seine historische Aufführungspraxis spezialisiert und besitzt eine Privatsammlung historischer Mustel-Harmoniuminstrumente. Seit 2009 konzertiert er als solistischer Harmoniumspieler und als Zuzüger in grösseren Ensembles (Wiener Symphoniker, Musikkollegium Winterthur, Berner Symphonieorchester und Zürcher Kammerorchester).